Winter

So langsam wird der Hof still. Das Lachen und Schreien der Kinder verlagert sich nun wieder in die Kinderzimmer. Die letzte Blätter sind gefallen und begraben die Treppen an der Straße unter sich. Da die Sanierung voraussichtlich im nächsten Jahr beginnen soll, wird es wahrscheinlich
der vorerst letze ruhige Winter und für einige bestimmt auch das letze mal Kohlenschleppen. So hat alle Vor- und Nachteile. Ich kann den Frühling jedenfalls schon jetzt kaum erwarten, das der Hof sich wieder mit leben füllt und die Kinder alle plötzlich einen Kopf größer sind.

Schaurig-schöne Hinterhofidylle

Es war ein ruhiger Tag ab Brauhausberg, bis es dämmerte. Nach und nach kamen immer mehr gruselige Geschöpfe an unser Lagerfeuer. Mit großen Augen sah sich die Nachbarschaft des Brauhausberg-Südhof unter anderen einer schlauen Mumie, eines hübschen Skeletts, kleiner Gespenster, Hexen und eines mutigen Indianers gegenüber. Zum Glück waren wir vorbereitet und hatten Stockbrot und Punsch. So wurde es ein kunterbunter Abend am Brauhausberg. Nur ein paar Bonbons blieben liegen.

Gemütliche Nachbarschaft beim Herbstfest

Am 19. Oktober fand im unserem wunderschön mit buntem Laub geschmückten Innenhof ein gemeinsames Herbstfest statt. Das Fest startete um 15 Uhr für die Kleinen mit Kinderschminken, Basteln und Toben im Hof. Gemeinsam wurde Suppe in einem Kessel über dem Lagerfeuer gekocht und mit Feierabend gesellten sich immer mehr Erwachsene dazu. Alle waren zum Abendessen eingeladen. Gemeinsam saß man am Feuer und tauschte sich aus.

         

Adé … unsere Trauerweide

Vor ein Paar Jahrzehnten stand eben an dieser Stelle schon mal eine große Trauerweide. Sie wurde gefällt. Doch der Stumpf trieb neu aus. Bereits 2016 protestierte unsere Nachbarschaft gegen die Fällung genau dieses Baumes. Ein durch die Pro Potsdam beauftragtes Gutachten beanstandete den Zustand des Baumes, die Gewährleistung der Verkehrssicherheit sei nicht mehr gegeben. Ein Gegengutachten, welches durch die Mieter der Siedlung finanziert wurde, gab dem gleichen Baum eine „Restlebenserwartung“ von 15 Jahren.

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Trauerweide Stumpf

Am Dienstag dem 17.10.2017 setzten die Motorsägen um 7:30 Uhr an, die Trauerweide wurde gefällt. Einige unserer Nachbarn blickten aus ihren Fenstern und sahen mit an wie die immer noch mit silber-grünen Blättern geschmückte Krone zu Boden fiel. Vielleicht haben wir Glück uns sie treibt noch einmal aus.