FORUM: Der Gute Rat – muss nicht teuer sein!

Der MIETEschön Brauhausberg e. V.  unterstützt durch die WerkStadt für Beteiligung lädt ein zum: FORUM: Der Gute Rat – muss nicht teuer sein

Nach einem langjährigen und ergebnisoffenen Bürgerbeteiligungsprozess mit der Wohnungsgesellschaft ProPotsdam strebt der MIETEschön Brauhausberg e. V. (i.G.) nun die eigenverantwortliche Sanierung und Bewirtschaftung der kommunalen Siedlung am Brauhausberg an. Hierzu braucht es einen weiterführenden Dialog mit der Politik, die Unterstützung der Stadt Potsdam, das Know-How städtischer Vergleichsprojekte und des Mietshäusersyndikats. Das Ziel ist der Kauf und die behutsame Instandsetzung des Häuserkomplexes, welcher nachfolgend mittels einer Beteiligungsgesellschaft weiter entwickelt und somit langfristig den Erhalt günstigen Wohnraumes in der Stadt sichern soll. Sechs geladenene Referent*innen aus Stadtverwaltung, Denkmalschutz, erfolgreichen Wohnprojekten wie der Tuchmacherstraße 8 und Baufachleute werden den Mieter*Innen und interessierten wichtige Aspekte und Themen zur Sanierung erläutern und zur Weiterentwicklung der Visionen beitragen. Im Anschluss an die Referate laden wir zu einem offenen Dialog ein.

05.10.2017 ab 17 Uhr im Treffpunkt Freizeit

Programm

17:00 bis 17:45 Uhr
Themenfeld 1 // Soziales Wohnen in Potsdam
eingeladener Referent aus dem Fachbereich Wohnen
Themenfeld 2 // Denkmalschutz der Brauhausberg-Siedlung
eingeladene Referentin aus der Unteren Denkmalschutzbehörde
Themenfeld 3 // Baufachmann Sanierung
eingeladener Referent: Ingenieur für Bauwesen
Pause – mit Buffet und Getränken
18:00 bis 18:45 Uhr
Themenfeld 4 // Landesförderung durch die ILB
Referent: sachkundiger Baufachmann
Themenfeld 5 // erfolgreiches Wohnprojekt in Potsdam
Referent: Bewohner der Tuchmacherstraße 8
Themenfeld 6 // Finanzierungsmodell
Referent: Vertreter des Mietshäusersyndikats
Pause – mit Buffet und Getränken
19:00 bis 20:00 Uhr
Im Anschluss an die Referate laden wir alle Teilnehmer*innen zum
Gedankenaustausch in einer offenen Gesprächsrunde ein.

Der Pinke Block – MIETE?STOPP!DEMO

P1110656Wie viele andere Initiativen und Projekte aus Potsdam fanden auch wir uns am Freitag, fast pünktlich, zum Demo-Start an der neuen Schwimmhalle ein. Etwa 50 unserer Nachbarinnen hatten sich bereits langfristig vorbereitet, denn das Bündnis Stadt für Alle lud zum kreativen Protest ein. Neben den eigens für dieses Event gedruckten pinken T-Shirts, inszenierte MZkool unseren Redebeitrag als Rap. Dies war der erste Redebeitrag der Demo.

Mit ca. 500 Menschen startete der Demozug über die Lange Brücke, Richtung Spornstraße. Dort hörten wir die Redebeiträge der Tuchmacher 8, die sich kritisch darüber äußerten, dass der Hauskauf als letztes Mittel nicht zur Lösung der Problematik Gentrifizierungsprozesse werden darf. Die Vertreterinnen der Heidesiedlung hinterfragten, warum die ProPotsdam genau ein Jahr nach den ersten Rückzügen der Mieter bereits Mieterhöhungen einforderte. Denn es handelt sich dabei um Entscheidungsspielräume, die hier bereits großzügig ausgeschöpft würden. Auch das Spartacus solidarisierte sich mit den Demonstrantinnen. Zu diesem Zeitpunkt war die Demo bereits auf über 600 Menschen angewachsen.

Während der Zug sich über den Luisenplatz Richtung Nauener Tor bewegte, wurden immer wieder Passantinnen animiert sich anzuschließen. Nach weiteren Redebeiträgen am Nauener Tor, den lautstarken Chören „Keine Rendite mit der Miete!“ oder „Hop, Hop, Hop, Mietenstopp!“, fanden wir uns hinter der Alten FH zur Abschlusskundgebung ein. Mit ca. 740 Personen wurde der Ausklang des Abends durch Dota und 44 Lehningrad musikalisch untermalt.

Hier zum Kommentar der Presse: PNN

31.07. Fersehbeitrag: RBB Aktuell

rbbaktuell
Hier geht!s zum Video

Für diejenigen unter uns, die Fernsehen nur gelegentlich schauen, unten stehende Links zu einem TV- Beitrag bei RBB Aktuell vom 31.07.  19:30 über unsere Siedlung und den Prozess in dem wir uns befinden. Wie schön, dass der Journalist, Elias Franke, die Stimmen der beiden Seiten gleichwertig einfängt und wie es ihm so gelingt, unsere Position in aller Sachlichkeit dar zu stellen.  Auch Kai von der Werkstadt für Beteiligung kommt zu Wort und erläutert, dass das Ziel war, einen Raum für faire Verhandlung zu ermöglichen. Da, wie wir bereits wissen, keine fairen Verhandlung stattfanden, bemühen wir uns auf Ebene der Komunalpolitik um weitere begeleitete Verhandlungen mit der Stadt- Verwaltung, dem Land als Förderer und dem Vermieter- um unseren Wunsch, die gesamte Siedlung als günstigen, sozialverträglichen Lebensraum zu erhalten, zu erfüllen. Danke an Yeni für den Einsatz bei der Produktion des Beitrags mit dem RBB und danke an Sebastian für seine klaren Worte!

MAZ Artikel v. 26.07.17

MAZ_260717_mieteschoenDurch seine Recherche bildet der Journalist V. Oelschläger von der Märkischen Allgemeinen Zeitung unseren Einsatz für den Verbleib in der Siedlung sehr trefflich ab.

Neben unserer Position findet sich auch die des Vermieters wieder in seinen Berichten, wodurch das Thema Wohnen am Brauhausberg objektiv für die Leser aufbereitet wird.

Zudem knüpft Oelschläger in seinen Gesprächen mit uns und den Beteiligten aus Verwaltung und Komunalpolitik die Fäden für den nötigen Ausstausch über das Thema soziales Wohnen im gesamten Stadtgebiet.

Seit der Frage, ob unsere Weide, die laut Baumgutachter stehen bleiben kann, wegen einer Feuerwehrumfahrt gefällt werden dürfe, berichtet er dankenswerterweise über MIETEschön Brauhausberg und weckt so zusätzlich das öffentliche Interesse an der Entwicklung der Brauhausberg Siedlung.